Austausch unter Freiwilligenagenturen

Eine Gruppe von sieben Erwachsenen steht eng zusammen in einem hellen Innenraum und lächelt in die Kamera. Im Vordergrund hält eine Frau einen gefüllten Geschenkkorb mit Snacks und kleinen Produkten. Die Personen wirken freundlich und entspannt, einige tragen Brillen. Im Hintergrund hängen bunte Wimpelgirlanden als Dekoration.

Besuch der Freiwilligenagentur Wartburgkreis

Was passiert, wenn sich zwei Freiwilligenagenturen bewusst Zeit füreinander nehmen? Es entsteht Raum für Austausch, für neue Perspektiven – und für konkrete Impulse, die in die eigene Arbeit zurückwirken.

Im Rahmen des Hospitationsprogramms der bagfa durften wir die Kolleginnen der Freiwilligenagentur Wartburgkreis bei uns in Kassel begrüßen. Zwei Tage lang haben wir unsere Arbeit geteilt, Einblicke gegeben und vor allem voneinander gelernt.

Im Mittelpunkt standen Themen, die viele Freiwilligenagenturen aktuell bewegen: Wie erreichen wir junge Menschen für Engagement? Welche Rolle spielen flexible Kurzzeitformate? Wie kann Unternehmensengagement sinnvoll gestaltet werden? Und wie gelingt es, unterschiedliche Zielgruppen gut anzusprechen?

Dabei blieb es nicht bei Gesprächen im Büro: Gemeinsam haben wir Einsatzstellen besucht, unter anderem die Kämperieschule und Jumpers, und auch den Austausch mit unserem Kooperationspartner bei der Stadt Kassel ermöglicht. So konnten die Kolleginnen nicht nur unsere Projekte kennenlernen – wie das Freiwillige Soziale Schuljahr –, sondern auch die Zusammenarbeit im lokalen Netzwerk erleben.

Besonders wertvoll war der Blick auf unterschiedliche Ansätze: Die Freiwilligenagentur Wartburgkreis hat beispielsweise ein eigenes Projekt für Kurzzeitengagement entwickelt und berichtet von kreativen Aktionen wie einer Tour mit dem Doppeldeckerbus durch die Region. Solche Einblicke öffnen den Blick für neue Wege – nicht als fertige Blaupause, sondern als Inspiration für die eigene Weiterentwicklung.

Hospitationen wie diese sind keine Selbstverständlichkeit. Sie kosten Zeit und Ressourcen auf beiden Seiten. Gleichzeitig zeigen sie, wie wichtig genau dieser Raum für kollegialen Austausch ist: für Reflexion, für neue Ideen und für die Weiterentwicklung der eigenen Arbeit.

Möglich wird das durch das Hospitationsprogramm der bagfa, das solche Begegnungen gezielt fördert. Dafür sind wir sehr dankbar.

Und auch persönlich bleibt diese Begegnung in Erinnerung: für die Offenheit, die vielen guten Gespräche – und den liebevoll zusammengestellten Geschenkkorb aus dem Wartburgkreis, der uns noch eine Weile begleiten wird. Wir nehmen viel mit aus diesen Tagen und freuen uns auf ein Wiedersehen.