10 Jahre Kasseler 3×3

Foto: Radu Malain

Volles Haus, viele vertraute Gesichter und noch mehr Geschichten: Im Rahmen unserer EngagierBAR haben wir gemeinsam das zehnjährige Jubiläum des KASSELER 3×3 gefeiert.

Viele Menschen waren unserer Einladung gefolgt: ehemalige und aktuelle Engagierte, langjährige Wegbegleiter*innen und Partnerorganisationen ebenso wie Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie von Organisationen aus Kassel und Berlin.

Gemeinsam haben wir die Geschichte des 3×3 erzählt

An diesem Abend wollten wir nicht einfach nur auf Zahlen und Meilensteine zurückblicken. Gemeinsam mit den Menschen, die das KASSELER 3×3 in den vergangenen zehn Jahren geprägt haben, haben wir seine Geschichte erzählt: Wie hat alles angefangen? Wie hat sich das Projekt entwickelt? Was macht das 3×3 besonders – und warum brauchen wir solche Begegnungsräume heute vielleicht mehr denn je?

Es war berührend und inspirierend zu hören, was Menschen mit dem 3×3 verbinden. Sie erzählten von ersten Begegnungen, gemeinsamen Unternehmungen, neuen Blickwinkeln und Kontakten, die weit über die vereinbarten Treffen hinaus Bestand hatten.

Denn die Idee des KASSELER 3×3 ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Menschen, die schon länger in Kassel leben, treffen sich dreimal für jeweils drei Stunden mit Menschen, die neu in der Stadt sind. Sie lernen sich kennen, zeigen einander ihre Lieblingsorte, kochen gemeinsam, treiben Sport oder entdecken Kassel zusammen.

Das freiwillige Engagement besteht dabei vor allem darin, sich auf einen anderen Menschen einzulassen: Zeit zu schenken, zuzuhören und offen für eine neue Begegnung zu sein.

850 Patenschaften und mehr als 1.600 beteiligte Menschen

In den vergangenen zehn Jahren sind auf diese Weise rund 850 Patenschaften entstanden. Mehr als 1.600 Menschen haben sich beteiligt, Zeit miteinander verbracht und das KASSELER 3×3 mit Leben gefüllt.

Zwischendurch haben wir uns an diesem Abend deshalb selbst mit einer Frage beschäftigt: Wann hast du zuletzt ein Gespräch mit einer Person geführt, die du vorher noch nicht kanntest?

Die Gespräche, die daraus entstanden, haben noch einmal spürbar gemacht, worum es beim KASSELER 3×3 geht: Begegnung schafft Nähe. Aus Gesprächen wächst Verständnis. Und aus drei Treffen können Verbindungen entstehen, die weit über neun gemeinsame Stunden hinausreichen.

Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten zunehmend polarisiert geführt werden, brauchen wir Räume, in denen Menschen einander persönlich begegnen können. Räume, in denen Unterschiede nicht ausgeblendet werden müssen, sondern Neugier, Zuhören und gegenseitiges Verstehen möglich werden.

Ein Abend, der das 3×3 lebendig gemacht hat

Nach dem gemeinsamen Rückblick blieb viel Zeit für Gespräche, neue Kontakte und ein Wiedersehen mit Menschen, die das Projekt schon lange begleiten. Dazu gab es den legendären 3×3-Mocktail und köstliche Snacks des deutsch-ukrainischen Vereins DER KREIS KASSEL e. V.

Diese Zusammenarbeit war für uns besonders: Gerade in den vergangenen Jahren haben viele Menschen, die aus der Ukraine nach Deutschland geflohen sind, am KASSELER 3×3 teilgenommen. Umso schöner war es, dass ein deutsch-ukrainischer Verein diesen Jubiläumsabend kulinarisch mitgestaltet hat.

Danke für zehn Jahre KASSELER 3×3

Danke an unsere Partner*innen, die diesen besonderen Abend möglich gemacht haben: den deutsch-ukrainischen Verein DER KREIS KASSEL e. V., das Schinkels Brauhaus, Fotograf Radu Malain und Gestochen Scharf OHG.

Ein besonderer Dank geht an die bagfa e. V. – Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen für die zuverlässige und herzliche Zusammenarbeit in den vergangenen zehn Jahren. Danke an die Stadt Kassel, die das KASSELER 3×3 von Anfang an unterstützt und begleitet hat. Danke an die Universität Kassel, insbesondere an Service Learning und UniKasselTransfer, für die langjährige Zusammenarbeit und dafür, dass Studierende immer wieder neue Ideen und Perspektiven in das Projekt eingebracht haben. Danke an Offen für Vielfalt für die Auszeichnung als Vielfaltsverstärker*in und die damit verbundene Anerkennung. Danke an die Sprachschulen und an all unsere Kooperationspartner*innen. Danke an alle früheren und heutigen Koordinator*innen, Kolleg*innen, die unglaublich viel Arbeit, Herz und Energie in dieses Projekt gesteckt haben.

Und vor allem: Danke an die mehr als 1.600 Menschen, die sich in den vergangenen zehn Jahren auf das KASSELER 3×3 eingelassen haben. Menschen, die gesagt haben: Ich bin neugierig auf jemanden, den ich noch nicht kenne. Menschen, die miteinander gesprochen, gelacht, diskutiert, gekocht, Kassel entdeckt oder einfach Zeit miteinander verbracht haben.

Ihr alle seid das KASSELER 3×3.